Oberammergau ist gleichsam das Synonym für traditionelle Handwerkskunst. Allen voran die Holzschnitzer, aber auch die Töpfer, Fass- und Hinterglasmaler arbeiten heute noch wie vor hundert Jahren mit alten, überlieferten Techniken.
Die Ammergauer Alpen sind reich an beredten Orten und Gemäuern, die Geschichte und Geschichten erzählen. Die Lüfltmalereien prägen unser Ortsbild, die Motive stammen hierbei vorwiegend aus dem religiösen Themenkreis, also insbesondere Heiligenfiguren, in Oberammergau vielfach auch Themen rund um die Passionsspiele. Unsere Kulturschätze stehen in einer grandiosen Natur und kommunizieren mit ihr. Früher wurden Bauplätze mit Bedacht gewählt - das tut noch heute der Seele gut!
Die Geschichte der Oberammergauer Passionsspiele ist untrennbar mit der Zeit des Dreißigjährigen Krieges verbunden. Damals grassierte die Pest. Und als die Seuche auch zahlreiche Einwohner von Oberammergau hinweg raffte, gelobten einige Bürger anno 1633, alle zehn Jahre Passionsspiele aufzuführen, sollte das Leiden ein rasches Ende nehmen. Der Überlieferung nach forderte die Pest ab diesem Zeitpunkt keine neuen Opfer. 1634 begannen die Oberammergauer, ihr Versprechen einzulösen. Seitdem führen die Oberammergauer alle zehn Jahre "ihre Spiele" auf. Entfernung 60 km